Was kostet eine Google-Ads-Agentur? Das Honorar allein sagt es Ihnen nicht. Dazu kommt das Geld für die Anzeigen bei Google. Auch die Einrichtung und Arbeiten an Ihrer Website können extra kosten. Hier lesen Sie, wie Sie Angebote vergleichen. Geht es Ihnen um die normale Google-Suche ohne Anzeigen, lesen Sie den Ratgeber zu SEO-Agentur-Kosten.
Was bekommt Google, was bekommt die Agentur?
Lassen Sie sich die Kosten einzeln nennen. Das Werbebudget ist das Geld für Ihre Anzeigen. Die Agentur bekommt ein Honorar für ihre Arbeit. Für das Einrichten der Kampagne kann sie einmalig einen weiteren Betrag berechnen.
Auch bei einem Paketpreis muss klar sein, wie viel an Google geht. Google verlangt von Agenturen, ihre Verwaltungsgebühren offenzulegen. Quelle: Google-Richtlinie für Drittanbieter.
Fragen Sie auch nach den Arbeiten an Ihrer Website. Ist die Seite enthalten, auf die Ihre Anzeige führt? Wer schreibt die Texte? Wer richtet die Messung der Anfragen ein? Erst mit diesen Angaben können Sie zwei Angebote vergleichen.
Ein Beispiel mit allen Kosten.
Die folgenden Zahlen sind frei gewählt. Es sind keine Marktpreise und kein Angebot von Reichwei. Steuern sind nicht eingerechnet. Wir nehmen 1.200 Euro Werbung und 400 Euro Betreuung pro Monat an. Die Einrichtung kostet einmalig 600 Euro.
- 01Erster Monat: 1.200 Euro Werbung + 400 Euro Betreuung + 600 Euro Einrichtung = 2.200 Euro.
- 02Ab dem zweiten Monat: 1.200 Euro Werbung + 400 Euro Betreuung = 1.600 Euro. Weitere Einrichtungskosten fallen in diesem Beispiel nicht an.
Angenommen, im zweiten Monat kommen 20 passende Anfragen. Dann kostet eine Anfrage 1.600 Euro ÷ 20 = 80 Euro. Werden daraus vier Aufträge, sind es 1.600 Euro ÷ 4 = 400 Euro je Auftrag.
Im ersten Monat zählt auch die Einrichtung mit. Bei ebenfalls 20 Anfragen und vier Aufträgen wären es 110 Euro je Anfrage und 550 Euro je Auftrag. Diese Mengen sind nur Annahmen. Sie sagen nichts darüber aus, wie viele Anfragen Ihre Werbung bringen wird.
Kostet die Arbeit an der Website extra, müssen Sie sie dazurechnen. Dasselbe gilt für weitere kostenpflichtige Werkzeuge. Prüfen Sie dann, was Ihnen vom Auftrag bleibt. Der Umsatz reicht dafür nicht. Auch Material, Personal und die übrigen Betriebskosten müssen bezahlt sein.
Wie rechnet die Agentur ab?
- 01Fester Monatsbetrag: Was ist enthalten, und was kostet extra? Lassen Sie die betreuten Kampagnen und die Arbeiten dafür benennen.
- 02Anteil am Werbebudget: Wie hoch ist der Prozentsatz? Auf welchen Betrag wird er angewandt? Gibt es ein Mindesthonorar? Steigt das Werbebudget, kann auch die Gebühr steigen.
- 03Abrechnung nach Zeit: Fragen Sie nach dem Stundensatz. Vereinbaren Sie eine Kostengrenze und einen Nachweis der geleisteten Arbeit.
- 04Bezahlung je Anfrage: Was zählt als Anfrage? Klären Sie, wie doppelte Anfragen, Spam und Kontakte aus dem falschen Gebiet behandelt werden.
Keines dieser Modelle sagt allein, ob ein Angebot gut ist. Lassen Sie sich für Ihr geplantes Budget einen Monat durchrechnen. Dann sehen Sie, welche Arbeiten Sie für welchen Gesamtbetrag bekommen.
Was muss im Angebot stehen?
- 01Einrichtung: Was macht die Agentur zum Start? Wann ist diese Arbeit fertig?
- 02Betreuung: Wer prüft die Suchbegriffe und Anzeigen? Wer kümmert sich darum, dass die Werbung im richtigen Gebiet läuft? Wie stimmen Sie Änderungen ab?
- 03Anfragen zählen: Was wird gemessen? Wie erkennen Sie Kontakte, die zu Ihrem Betrieb passen?
- 04Bericht: Sehen Sie die Google-Kosten und das Honorar getrennt? Wann besprechen Sie die Ergebnisse?
- 05Zugänge: Bekommen Sie Zugang zu Ihrem Werbekonto? Welche Daten können Sie herunterladen? Was erhalten Sie bei einem Agenturwechsel?
Klären Sie auch die Laufzeit und die Kündigungsfrist. Was passiert, wenn Sie die Anzeigen pausieren? Das Betreuungshonorar entfällt dadurch nicht von selbst. Sehen Sie nach, was Ihr Vertrag dazu sagt.
Welche Anfragen bringen Ihnen etwas?
Ein Klick ist noch kein Kunde. Besprechen Sie vor dem Start, welche Arbeiten Sie anbieten und wo Sie tätig sind. Ein Kontakt kann in der Statistik als Anfrage zählen und Ihnen trotzdem nichts bringen. Etwa, weil der Kunde eine Arbeit braucht, die Sie gar nicht anbieten.
Vergleichen Sie den Werbebericht deshalb mit den Anfragen in Ihrem Betrieb. Aus welchen wurden Angebote? Aus welchen wurden Aufträge? Stellen Sie die gesamten Werbe- und Betreuungskosten daneben. Bei wenigen Aufträgen kann schon ein einzelner Abschluss den Monatswert stark verändern.
Eine feste Spitzenposition oder sichere Auftragszahlen sind keine verlässliche Grundlage für Ihr Budget. Google untersagt Agenturen irreführende und unrealistische Werbeversprechen. Lassen Sie sich erklären, auf welchen Annahmen ein Angebot beruht.
Ist Ihre Website bereit für die Anzeigen?
Öffnen Sie die Seite, auf die Ihre Anzeige führen soll. Erkennt ein Kunde dort sofort das beworbene Angebot? Sieht er, wo Sie arbeiten und wie er Sie erreicht? Fehlt das, sollten Sie zuerst die Seite verbessern. Mehr Geld für Klicks behebt diese Lücke nicht.
Ob Werbung oder die normale Google-Suche besser zu Ihrem Plan passt, behandelt Google Ads oder SEO. Wenn Sie eine Pause brauchen, hilft die Anleitung zum Pausieren von Google Ads. Beim Agenturangebot zählt zunächst: Was kostet es insgesamt, und welche Arbeit bekommen Sie dafür?
Häufige Fragen.
Wie viel kostet eine Google-Ads-Agentur pro Monat?
Es gibt keinen festen Preis. Lassen Sie sich sagen, welche Arbeiten enthalten sind. Rechnen Sie das Werbebudget und alle Zusatzkosten zum Honorar dazu. Die Zahlen in diesem Artikel sind nur ein Rechenbeispiel.
Ist das Google-Werbebudget im Agenturhonorar enthalten?
Das hängt vom Angebot ab. Fragen Sie, welcher Betrag an Google geht und welcher an die Agentur. Ein Paketpreis allein sagt Ihnen das nicht.
Welcher Wert hilft beim Angebotsvergleich?
Prüfen Sie zuerst die Arbeiten und die Gesamtkosten. Später können Sie ausrechnen, was eine passende Anfrage oder ein echter Auftrag gekostet hat. Dafür brauchen Sie die Ergebnisse aus Ihrem Betrieb. Künftige Aufträge lassen sich damit nicht garantieren.