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Werbung oder Google-Suche · Analyse · 7 Min. Lesezeit · 03.10.2026

Google Ads oder SEO: Was kostet mehr in drei Jahren?

Eine Beispielrechnung für Energietechnik-Betriebe. Mit Werbebudget, Website und dem, was bleibt.

Google Ads bringt Anfragen, solange Sie bezahlen. SEO baut Sichtbarkeit auf, die nicht am selben Tag verschwindet, an dem Sie aufhören zu zahlen. Das ist der eigentliche Unterschied hinter der Frage Google Ads oder SEO, nicht die Klickzahl und nicht die Position in der Anzeige. Dieser Artikel rechnet beide Wege für einen Energietechnik-Betrieb über drei Jahre durch, mit offen markierten Annahmen statt erfundener Zahlen. Für Klickpreise in der Photovoltaik- und Wärmepumpenbranche gibt es in Deutschland nämlich keine verlässliche, aktuelle Studie. Wer Ihnen hier eine exakte Zahl ohne Quelle nennt, rechnet mit einem Wert, den er selbst nicht belegen kann.

Was ein Klick bei Google Ads wirklich kostet.

Google Ads rechnet nur ab, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Das Höchstgebot, das Sie festlegen, ist eine Obergrenze, kein Preis. Der tatsächlich abgerechnete Betrag liegt in der Regel darunter, weil Google nur so viel verlangt, wie nötig ist, um den nächstplatzierten Mitbewerber zu überbieten. Quelle: Google Ads-Hilfe, Tatsächlicher Cost-per-Click, Stand 2026.

Über Position und Preis entscheidet der Anzeigenrang. In ihn fließen Ihr Gebot, die Qualität von Anzeige und Zielseite, die Wettbewerbsintensität der Auktion und der Suchkontext ein, etwa Gerät oder Standort der suchenden Person. Eine bessere Anzeigen- und Zielseitenqualität kann den tatsächlichen Klickpreis senken, weil dieselbe Position dann mit einem niedrigeren Gebot erreichbar ist. Der Qualitätsfaktor von 1 bis 10 im Konto ist dabei nur ein Diagnosewert. In die Auktion fließt er laut Google nicht ein. Quelle: Google Ads-Hilfe, Anzeigenrang und Qualitätsfaktor, Stand 2026.

Ihr Tagesbudget ist dabei nur ein Richtwert. Das monatliche Ausgabenlimit entspricht dem 30,4-fachen des durchschnittlichen Tagesbudgets, an einzelnen Tagen kann bis zum Doppelten davon ausgeliefert werden. Was über das Monatslimit hinaus ausgeliefert wird, berechnet Google nicht. Quelle: Google Ads-Hilfe, Ausgabengrenzen, Stand 2026.

Für Deutschland gibt es keine belastbare Branchenstudie, die echte Klickpreise für Photovoltaik, Wärmepumpe oder Elektro offenlegt. Agenturblogs nennen stark schwankende Werte, meist ohne erkennbare Methodik. Ein dokumentierter Wert kommt aus den USA: Dort lag der durchschnittliche Klickpreis für die Branche Home & Home Improvement bei 8,33 US-Dollar, ausgewertet aus 13.474 Suchkampagnen zwischen April 2025 und März 2026. Quelle: WordStream/LocaliQ, Google Ads Benchmarks 2026. Das ist ein US-Wert für eine breitere Branche. Er beweist nichts für Ihren Preis in Deutschland. Er zeigt nur, dass Leistungen rund ums Haus dort zu den teuersten Klicks gehören.

Die Zielseite, auf die Ihre Anzeige führt, wirkt dabei doppelt. Ihre Qualität fließt in den Anzeigenrang ein. Gleichzeitig entscheidet sie, ob aus dem Klick eine Anfrage wird. Verlinkt Ihre Anzeige für Wärmepumpen-Förderung auf die allgemeine Startseite statt auf eine passende Leistungsseite, zahlen Sie im Zweifel mehr pro Klick und verlieren trotzdem mehr Besucher, bevor sie ein Formular ausfüllen.

Die Drei-Jahres-Rechnung: zwei Wege zur Sichtbarkeit.

Für die Werbung arbeiten wir mit eigenen, klar markierten Annahmen. Für den Weg über die eigene Website rechnen wir mit unseren eigenen Listenpreisen, Stand Oktober 2026, weil wir diese Zahlen belegen können. Beide Szenarien gehen von einem Energietechnik-Betrieb mit regionalem Einzugsgebiet aus. Alle Beträge sind netto.

Annahme Google Ads: Der Betrieb setzt monatlich 1.200 Euro reines Werbebudget ein, ohne Agenturhonorar. Über 36 Monate sind das 43.200 Euro. Angenommen, ein Klick kostet im Schnitt 3 Euro, ergeben sich 400 Klicks pro Monat. Bei einer angenommenen Konversionsrate von 5 Prozent, also 5 Anfragen je 100 Klicks, sind das 20 Anfragen im Monat und 720 über drei Jahre. Jede Anfrage kostet damit 60 Euro. In dieser Rechnung bleibt der Betrag über alle drei Jahre gleich, weil jede Anfrage erneut über die Auktion gekauft wird. Steigt der Klickpreis, steigt er mit.

Annahme eigene Website: Der Betrieb lässt eine Website mit SEO-Fundament und acht Leistungs- oder Standortseiten bauen, bei uns das Paket Growth Website für 9.800 Euro einmalig. Dazu kommt die Betreuung Managed Pro mit 590 Euro im Monat, also 7.080 Euro im Jahr. Das erste Jahr kostet damit 16.880 Euro, das zweite und dritte Jahr je 7.080 Euro. Summe über drei Jahre: 31.040 Euro.

In diesem Beispiel liegt der Weg über die eigene Website nach drei Jahren 12.160 Euro unter dem Werbebudget. Die Rechnung hat zwei Schieflagen, die Sie kennen sollten. Erstens fehlt im Werbebudget die Website, obwohl auch Anzeigen eine gute Zielseite brauchen. Das lässt die Werbung hier günstiger aussehen, als sie ist. Zweitens enthält das Website-Paket keine laufend neuen Inhalte. Die schreiben Sie selbst, oder Sie kaufen sie zu, ab 590 Euro für eine neue Seite, ein SEO-Text dazu kostet 490 Euro. Wer die laufende Arbeit an Inhalten und Sichtbarkeit komplett abgeben will, landet bei uns beim Paket Growth Engine: 16.900 Euro einmalig plus 1.990 Euro im Monat, über drei Jahre 88.540 Euro. Das liegt deutlich über dem Werbebudget dieses Beispiels. Die Zahl der Anfragen hängt in beiden Fällen von Ihrem Wettbewerb und Ihrer Region ab. Eine Garantie auf Platzierungen oder Anfragen gibt es bei keinem der Wege, auch nicht bei uns.

Was passiert, wenn Sie aufhören zu zahlen.

Bei Google Ads ist die Antwort eindeutig. Pausieren oder entfernen Sie eine Kampagne, werden die Anzeigen nicht mehr ausgeliefert. Quelle: Google Ads-Hilfe, Kampagnen pausieren, Stand 2026. Wollen Sie später wieder Anfragen über Anzeigen, zahlen Sie ab dem ersten Klick neu, zum dann gültigen Preis der Auktion. Aus drei Jahren Werbebudget bleibt kein Bestand übrig. Wie Sie sichtbar bleiben, wenn die Anzeigen aus sind, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Ein bezahlter Klick ist verbraucht. Eine gute Seite arbeitet weiter.

Bei SEO ist die Antwort weniger eindeutig. Hören Sie auf, in Inhalte und Pflege zu investieren, verschwindet Ihre Sichtbarkeit nicht sofort. Indexierte Seiten bleiben zunächst auffindbar. Ohne Pflege verlieren sie über Monate an Boden, weil Wettbewerber nachziehen und Inhalte veralten. Das ist kein Freifahrtschein. Es ist ein langsamerer Verfall statt eines Stopps auf null.

Wofür Google Ads das bessere Werkzeug ist.

Google Ads ist das bessere Werkzeug, wenn Sie schnell Ergebnisse brauchen, etwa um eine neue Leistung bekannt zu machen oder eine Saisonkampagne vor der Heizperiode zu fahren. Anzeigen laufen ab dem ersten Tag. Bis eine neue Seite organisch Anfragen bringt, vergehen in der Regel Monate. In stark umkämpften, großstädtischen Märkten kann ein guter organischer Platz selbst mit solider Arbeit Jahre dauern. Dort ist Werbung oft der schnellste Zugang zu Sichtbarkeit.

Rechnerisch lohnt sich Werbung vor allem in zwei Lagen: solange die eigene Website noch keine Anfragen liefert, und bei Aktionen mit festem Enddatum, etwa einem Förderzuschuss, der zum Jahresende ausläuft. In beiden Fällen zählt Tempo mehr als der Preis pro Anfrage.

Was diese Rechnung nicht zeigt.

Die organische Klickrate verändert sich gerade selbst. Auf Position eins lag sie im Juli 2026 am Desktop bei rund 20 Prozent. Erschien darüber eine KI-Übersicht, waren es etwa 9,7 Prozent, ein Rückgang um gut die Hälfte. Quelle: Advanced Web Ranking, Organic CTR, Juli 2026, Google-Suche in den USA. Organische Sichtbarkeit ist also kein stabiler Besitzstand. Sie verändert sich mit der Suchoberfläche, und zwar für jeden Betrieb, der organisch rankt.

Die Zahlen in diesem Artikel sind ein Rechenbeispiel für einen angenommenen Betrieb, keine Tabelle für Ihren Fall. Ein Elektrobetrieb in München zahlt für denselben Suchbegriff vermutlich mehr pro Klick als einer in einer ländlichen Region, und ein Markt mit drei etablierten Wettbewerbern braucht für dieselbe organische Position mehr Zeit als ein Markt ohne optimierte Konkurrenz.

Häufige Fragen.

Was ist günstiger, Google Ads oder SEO für einen Energietechnik-Betrieb?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Im Rechenbeispiel dieses Artikels liegt eine Website mit SEO-Fundament und Betreuung über drei Jahre unter dem Werbebudget. Mit laufend eingekaufter Inhaltsarbeit liegt sie darüber. Ihr tatsächlicher Klickpreis, Ihre Konversionsrate und Ihr Aufwand für Inhalte hängen von Ihrer Region und Ihrem Wettbewerb ab.

Wie schnell wirkt SEO im Vergleich zu Google Ads?

Google Ads liefert Klicks ab dem Start der Kampagne. Bis eine neue oder überarbeitete Seite organisch sichtbar wird und Anfragen bringt, vergehen in der Regel mehrere Monate.

Warum zahle ich pro Klick oft weniger als mein Gebot?

Ihr Gebot ist eine Obergrenze. Google berechnet laut eigener Hilfe nur den Betrag, der nötig ist, um den Anzeigenrang des nächstplatzierten Mitbewerbers zu übertreffen.

Kann Google mehr als mein Tagesbudget ausgeben?

An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets. Im Monat berechnet Google aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets. Was darüber hinaus ausgeliefert wird, zahlen Sie nicht.

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